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31.3.2025 | Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel

Next Generation Sustainability Awards (NEXA) 2025 – und die Gewinner:innen sind …

Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche FHNW hat die HGK Basel zum zweiten Mal die Next Generation Sustainability Awards (NEXA) verliehen. Drei Projekte wurden ausgezeichnet und mit einem Atelieraufenthalt im Sitterwerk in St. Gallen prämiert.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche FHNW fand am 20. März 2025 an der HGK Basel die öffentliche Preisverleihung der NEXA Awards 2025 statt. Drei von einer Jury ausgewählte Projekte wurden ausgezeichnet und mit je einem Atelieraufenthalt in der Stiftung Sitterwerk in St. Gallen prämiert. Zudem wurde eine Honorary Recognition ausgesprochen.

Die Gewinner:innen der NEXA Awards 2025 sind:

«Schwammstadt» – Janina Rulka & Basil Mayer, Studierende, BA Visuelle Kommunikation und digitale Räume, HGK Basel

Graue, versiegelte Flächen dominieren das Stadtbild vieler Schweizer Städte. Sie unterbrechen den natürlichen Wasserkreislauf, führen Regenwasser in die Kanalisation ab und verstärken die Folgen extremer Wetterereignisse. Das Projekt «Schwammstadt» von Janina Rulka und Basil Mayer, Studierende im Bachelor-Studiengang Visuelle Kommunikation und digitale Räume am Institute Digital Communication Environments (IDCE) der HGK Basel, setzt hier an. Es übersetzt das Konzept aus der Raumplanung in eine immersive digitale Landschaft. In einer per Augmented Reality visualisierten Galaxie aus grauen Stadtplaneten und grünen Monden werden die Verhältnisse von Asphalt- und Grünflächen verschiedener Schweizer Städte sichtbar. Basel dient als exemplarisches Zentrum: Mit 3D-Geodaten und ikonischen Wahrzeichen wird die Stadt detailreich inszeniert. Die Grössenverhältnisse der Planeten und Monde machen die Verhältnisse von Grau- und Grünflächen vergleichbar, und das Konzept «Schwammstadt» wird in einem Gesamterlebnis aus Bild und Ton erfahrbar.

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«Käsesyndikat» – Livni Holtz & Nicolas Seiler, Studierende, MA Transversal Design, HGK Basel

Wie können gemeinschaftliche Praktiken ländliche und städtische Realitäten miteinander verbinden und gleichzeitig die gemeinsame Verantwortung zwischen ihnen fördern?

Diese Frage steht hinter dem Projekt «Käsesyndikat» des Designstudios Harvest Salon von Nicolas Seiler und Livni Holtz, Master-Studierende im Studiengang Transversal Design am Institute Experimental Design and Media Cultures (IXDM) der HGK Basel. Das Projekt steht in Zusammenhang mit bäuerlichen Traditionen in einem Dorf in den Schweizer Alpen, wo Nicolas Seiler und Livni Holtz eine Kuh namens Winja gepachtet haben und als Gegenleistung für die gemeinschaftliche Arbeit jährlich 150 kg Alpkäse erhalten. Dies stellt zwar eine praktische Herausforderung dar, wenn es darum geht, eine so grosse Menge zu verteilen, bietet aber auch die Möglichkeit, einen gemeinschaftlichen Ansatz für die Verteilung von Käse zu erkunden.

Durch die Schaffung einer Plattform, die auf Zusammenarbeit, gemeinsamer Verantwortung und Mitgestaltung basiert, möchten Nicolas Seiler und Livni Holtz Regionen miteinander verbinden und die kollektive Handlungsfähigkeit in Lieferketten fördern. Der Käse wird zu einer gemeinsamen Ressource, die soziale Beziehungen strukturiert und das Engagement und die Beteiligung über den gesamten Lebenszyklus hinweg fördert – von der Beschaffung in den Alpen über den Transport und die Lagerung bis hin zum Vertrieb.

Das Projekt «Käsesyndikat» fragt danach, wie gemeinsam genutzte Ressourcen nicht als Waren, sondern als Katalysatoren für den Aufbau von Beziehungen in der Welt erhalten werden können.

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«No Spare Wheels» – Thomas d'Enfert, Studierender, Masterstudio Industrial Design, HGK Basel

Trotz seiner geringen Grösse spielt der Daumen eine zentrale Rolle in unserem Leben, ist für viele technische Errungenschaften unerlässlich und markiert einen Wendepunkt in der menschlichen Evolution. «No Spare Wheels» von Thomas d'Enfert, Studierender im Masterstudio Industrial Design am Institute Contemporary Design Pratices (ICDP) der HGK Basel, ist eine Einladung zum Abendessen, bei der die Teilnehmer die Entwicklung ohne Daumen erkunden können.

Dank des Daumens können wir Gegenstände nicht nur benutzen und manipulieren, sondern sie auch darstellen und beschreiben. Er ist die Grundlage für Kommunikation und Kreativität. Was wäre unser tägliches Leben ohne den opponierbaren Daumen, ohne diese kleine Geste des Greifens?

«No Spare Wheels» ist eine intime und humorvolle Performance, die durch eine Reihe von Objekten realisiert wird, die speziell entwickelt wurden, um das Vergessen des Daumens zu erleichtern. Dieses spielerische und partizipative Projekt nähert sich unserem Verhältnis zum Körper, zu den Gegenständen, mit denen wir leben, und zum Anderssein.

«No Spare Wheels» ist auch eine Designmethode, die zur Produktion einiger Aspekte des Abendessens verwendet wird und dem gleichen Abstraktionsprinzip folgt. Mit Hilfe von Handschnitzerei, Schriftgestaltung und Skizzen erforscht dieser Prozess neue ästhetische Möglichkeiten und unerwartete Designlösungen.

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Honorary Recognition: «Gefährt und Gefährt:innen» – Massimo Pfeffinger & Juno Feierabend, Studierden BA Prozessgestaltung, HGK Basel

Das Projekt «Gefährt und Gefährt*innen» von Massimo Pfeffinger und Juno Feierarbend, Bachelor-Studierende im Studiengang Prozessgestaltung am Institute Experimental Design and Media Cultures (IXDM) der HGK Basel, verfolgt einen zukunftsweisenden Ansatz: Alte Fahrräder werden zu Lastenfahrrädern umfunktioniert und einer gemeinsamen Nutzung zugeführt. Das Konzept basiert auf Upcycling, einem minimalen CO2-Fussabdruck und der Wiederverwendung von Materialien - ein brillantes Beispiel für Low-Tech-Design, das sowohl ökologisch als auch sozial wirksam ist. Dieser Ansatz ist nicht nur eine Antwort auf die Herausforderungen der urbanen Mobilität angesichts der zunehmenden Verdichtung und der Klimaproblematik, sondern bietet auch eine Diversifizierung der Verkehrslösungen. Initiativen wie die Londoner Ultra Low Emission Zone (ULEZ) machen deutlich, wie dringend solche Alternativen sind.


Die mit dem Gewinn eines NEXA Awards verbundenen Atelieraufenthalte werden im August 2025 stattfinden und beinhalten die Nutzung des Projektateliers, des Werkstoffarchivs und der Kunstbibliothek der Stiftung Sitterwerk in St. Gallen sowie einen öffentlichen Anlass vor Ort.

Der Next Generation Sustainability Award (NEXA) wurde initiiert, um Projekte von Studierenden und Thesis-Arbeiten von Alumnae:i der HGK Basel zum Thema Nachhaltigkeit transdisziplinär sichtbar zu machen und zu fördern.

NEXA Jury 2025

Chrissie Muhr, Architektin, Kuratorin, Researcher
Pedro Wirz, Künstler
Maren Brauner, Stiftung Sitterwerk, St. Gallen
Lotte-Mo Berkhan, Studierende, BA Prozessgestaltung
Irene Rainer, Studierende, MA Fine Arts
Naima Trabelsi, Studierende, MA Masterstudio Industrial Design
Saskia Bratschi, Studierende, MA Vermittlung von Kunst und Design
Nathalie Kohler, Studierende, MA Digital Communication Environments

Projektleitung NEXA Awards
Dr. Mario Klinger, Nachhaltigkeitsbeauftragter HGK Basel

Wir gratulieren Janina Rulka, Basil Mayer, Livni Holtz, Nicolas Seiler und Thomas d'Enfert zum Gewinn der NEXA Awards 2025 sowie Massimo Pfeffinger und Juno Feierabend für die Auszeichnung mit einer Honorary Recognition!


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