6. Treffpunkt Logopädie: Neue Medien in Sprachförderung und Sprachtherapie
In mündlicher und schriftlicher Kommunikation gewinnen neue Medien zunehmend an Bedeutung. Sie werden nicht nur im täglichen Leben, sondern auch in Sprachförderung und Sprachtherapie genutzt.
Der 6. Treffpunkt Logopädie thematisiert die Frage, welche Medien existieren. Zum einen wird diskutiert, wie neue Medien eingesetzt werden können. Zum anderen geht es um deren Nutzung im Bereich Diagnostik, Förderung und Therapie. Die Tagung richtet sich an alle Fachpersonen, die sich in ihrer Arbeit mit sprachlicher Förderung und Therapie mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auseinandersetzen.
Tagungspräsentationen
Tagungsteilnehmende haben die Möglichkeit, die Tagungspräsentationen mittels Passwort einzusehen und herunterzuladen.
Überblicksvortrag neue Medien (PDF) – Prof. Dr. Klaus Miesenberger, Institutsvorstand des Instituts «Integriert Studieren»
Begrüssung Beat Richiger, Leiter Berufspraktische Studien Spezielle Pädagogik und Psychologie Prof. PH Dr. Anja Blechschmidt, Leiterin der Professur für Kommunikationspartizipation und Sprachtherapie
09.30 Uhr
Überblicksvortrag neue Medien Prof. Dr. Klaus Miesenberger, Institutsvorstand des Instituts «Integriert Studieren»
10.15 Uhr
Projektvorstellung über Poster-Kurzinputs
10.30 Uhr
Kaffeepause
11.00 Uhr
Workshoprunde 1
Workshop 1
parentu – Die App für informierte Eltern Peter Hruza, Sozialarbeiter HFS (Hochschule für Soziale Arbeit, Luzern)
Workshop 2
Die Qual der Wahl – zur Auswahl geeigneter Apps in der Logopädie Prof. Dr. Juliane Leinweber, Professorin für Logopädie
Workshop 3
Neue Medien in der alltagsorientierten Aphasietherapie Nils Lürmann, M.A., klinischer Linguist (BKL)
Workshop 4
Neue Medien in der Leseförderung Astrid Wirth, dipl. Psychologin
Workshop 5
Smarte Sprachförderung?! Einsatzmöglichkeiten neuer Medien im Unterricht Dr. Anja Starke, Rehabilitationspädagogin, klinische Linguistin
Peter Hruza, Sozialarbeiter Hochschule für Soziale Arbeit, Luzern
Mit parentu erhalten Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 16 Jahren Informationen zum Lernen und gesunden Aufwachsen ihrer Kinder direkt auf ihr Smartphone geschickt. Die Inhalte entsprechen den Entwicklungsphasen der Kinder und informieren in 12 Sprachen mit kurzen verständlichen Texten, Bildern, Kurzfilmen und Audio-Files. Den Teilnehmenden wird aufgezeigt, wie eine Hol-Kommunikation zu einer Bring-Kommunikation verändert wird und wie mit parentu Fachpersonen und Organisationen in ihrer Elternarbeit unterstützt werden.
Prof. Dr. Juliane Leinweber, Professorin für Logopädie
Der Einsatz neuer Technologien, zu denen auch Applikationen (Apps) gehören, bietet Logopädinnen und Logopäden in ihrer klinisch-praktischen Tätigkeit die Möglichkeit Patienten mit beeinträchtigter Kommunikationsfähigkeit in ihrer Teilhabe zu unterstützen. Im Workshop werden Kriterien zur Bewertung und Auswahl von Apps theoretisch vermittelt und praktisch erprobt. Dabei werden Vor- und Nachteile erarbeitet, die in Zusammenhang mit der Nutzung neuer Technologien in der Sprachtherapie stehen.
Nils Lürmann, M.A., klinischer Linguist (BKL)
Neue mobile Technik und mit ihr auch neue Medien und Kommunikationsplattformen sind längst in der Breite der Bevölkerung angekommen. Somit wächst die Zahl der Patienten, die alltäglich mit Smartphone und im Internet aktiv waren und dies auch mit Aphasie wieder werden wollen. Damit ist der Auftrag für die Sprachtherapie im Sinne einer alltagsorientierten Therapie gegeben, dieses Thema sinnvoll einzubinden.
Der Workshop soll einen Überblick über die wachsenden Möglichkeiten des (sprach-)therapeutischen Einsatzes von neuer (mobiler) Computertechnik in der neurologischen Rehabilitation geben. Es werden darüber hinaus gemeinsam didaktische Überlegungen zur sinnvollen Einbindung neuer Medien angestellt. Anhand von Patientenbeispielen werden auch Umsetzungen und den Erfahrungen differenziert betrachtet. Diese werden – gerne auch anhand von den Teilnehmer/innen mitgebrachter Beispiele und Fragen diskutiert.
Astrid Wirth, dipl. Psychologin
Digitale Medien sind aus dem Alltag heute heranwachsender Kinder nicht mehr wegzudenken und können Leseförderung begünstigen und mitgestalten. Die Workshop-Leiterin wird den aktuellen Forschungsstand zur Nutzung digitaler Medien bei Kindern darlegen und die Potenziale und praktischen Implikationen zur Leseförderung mittels digitaler Medien genauer ausführen und erörtern. Gemeinsam werden Beispiele digitaler Medien für Kinder betrachtet und hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile sowie Anwendungsmöglichkeiten für die Leseförderung diskutiert.
Dr. Anja Starke, Rehabilitationspädagogin, klinische Linguistin
Der Workshop hat das Ziel einen Überblick über den Einsatz neuer Medien im sprachförderlichen Unterricht zu geben. Zunächst werden beispielhaft unterschiedliche Medientypen vorgestellt. Anschließend werden vorrangig unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von Smartphones und Tablets für den Unterricht aufgezeigt. Die TeilnehmerInnen erhalten zudem Gelegenheit einige kostenfreie Apps auszuprobieren. Das Mitbringen eigener Geräte ist erwünscht. Gemeinsam mit den Workshopteilnehmer/innen werden aufbauend Potenziale und Grenzen neuer Medien für die Unterstützung im Unterricht diskutiert.
Corinne Reber, lic. phil., Dozentin BFF Bern
Zugang zu und ein souveräner Umgang mit digitalen Medien ist zentral geworden. Menschen mit Behinderungen stehen oft am Rande der Gesellschaft, fehlen Ihnen auch noch Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien, werden sie zusätzlich behindert, in dem sie in vielen Bereichen des Alltags nicht partizipieren können. Eine Möglichkeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen an der Medienkompetenz zu arbeiten bieten die Ansätze der «Aktiven Medienarbeit» und des «Making». Hier steht die Idee im Zentrum, durch das aktive Gestalten von digitalen Medien das kritische Hinterfragen und den bewussten Umgang mit diesen zu fördern.
Im Workshop werden wir uns mit der Bedeutung von digitalen Medien für die Inklusion auseinandersetzen. Den Begriff «Medienkompetenz» und die beiden oben erwähnten Ansätze werden genauer bearbeitet und Sie werden selber aktiv mit digitalen Medien gestalten. Bitte bringen Sie ein Smartphone und/oder ein Tablet mit.
Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie | Professur für Kommunikationspartizipation und Sprachtherapie in Kooperation mit dem Institut Weiterbildung und Beratung
Kosten
Die Informationen finden Sie unter dem Punkt Kosten.